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Fleischwerk Weißenfels begrüßt acht neue Azubis

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Fleischwerk Weißenfels begrüßt acht neue Azubis

Weitere Ausbildungsplätze aktuell noch offen

Weißenfels, 04. August 2020 – „Lasst uns gemeinsam Verantwortung für qualitative Lebensmittel übernehmen!“ Zum Start des neuen Ausbildungslehrjahres begrüßten die Geschäftsführer Reinhold Dierkes und Georg Stülb gemeinsam mit den Ausbildern und Personalverantwortlichen die acht Auszubildenden, die ab sofort bei dem Fleischwerk Weißenfels beginnen. Die acht Auszubildenden werden in den nächsten zweieinhalb Jahren in sechs verschiedenen Berufen ausgebildet.

Jeweils zwei Berufsstarter haben sich für eine Ausbildung zum Kaufmann und zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel sowie als Fachkraft für Lagerlogistik entschieden. Zudem bildet der Betrieb in Weißenfels Nachwuchskräfte zu Fleischern, Fachlageristen, KFZ Mechatronikern und Berufskraftfahrern aus.
Bereits in den vergangen Tagen haben sich die neuen Azubis im Testcenter des Betriebs einem Corona-Test unterzogen. Mit dem negativen Ergebnis konnten am Montag schließlich alle in ihren ersten Arbeitstag starten. Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführer Reinhold Dierkes und Georg Stülb fanden zunächst die ersten verpflichtenden Schulungsmaßnahmen statt.

„Seid neugierig, stellt Fragen und helft einander. Als Team sind wir auch in schwierigen Situationen stark“, gab Reinhold Dierkes seinen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit auf den Weg.

Der Standort Weißenfels zählt nun insgesamt 22 Auszubildende. Aktuell sind zudem noch weitere Ausbildungsplätze frei. Bei Interesse können sich Kurzentschlossene hier informieren: www.karriere-bei-toennies.de/berufseinstieg/

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Stellungnahme zu aktuellen Gerüchten rund um die Gründung sogenannter Vorratsgesellschaften

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Stellungnahme zu aktuellen Gerüchten rund um die Gründung sogenannter Vorratsgesellschaften bei der Tönnies Holding

Die Tönnies Gruppe hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kernbereichen der Produktion bis Anfang des Jahres 2021 direkt anzustellen. Dabei bleibt es uneingeschränkt. Das Unternehmen ist bereits mitten in diesem Prozess. Bis Mitte September sollen die ersten 1.000 ehemals Werkvertragsarbeiter fest eingestellt werden.

Für die Festanstellungen braucht es rechtliche Grundlagen. Die mögliche Anstellung in 100%-Tochtergesellschaften ist völlig normal in deutschen und internationalen Konzernen. Es ist aktuell jedoch noch unklar, welche Organisationsformen das vom Bundesministerium geplante Gesetz letztlich vorsieht. Tönnies hat daher  diese Gesellschaften vorsorglich gegründet. Damit könnte die Unternehmensgruppe Direkteinstellungen an verschiendenen
Standorten und für verschiendene Gesellschaften im Konzern schnell
umsetzen.

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Tönnies schafft Wohnraum

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Tönnies schafft Wohnraum

Konzept für Singlewohnungen, Apartments für Paare, und Mehrfamilienhäuser

Rheda-Wiedenbrück, 28. Juli 2020 – Die Tönnies Unternehmensgruppe hat am Dienstag ihr künftiges Wohnraumkonzept für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgestellt. Im Zentrum steht das Ziel, Werkvertragsarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern, die in Zukunft fest beim Unternehmen angestellt werden sollen, gut ausgestattete Wohnungen nach einem festen Standard zur Verfügung zu stellen.

Zum 1. Januar 2021 setzt Tönnies in den Kernbereichen der Produktion auf direkt beim Unternehmen angestellte Kräfte. Der Großteil der heute im Werkvertrag Beschäftigten wohnt bereits in privat angemieteten Wohnungen und Häusern, rund 30 Prozent lebt in von Werksunternehmen zur Verfügung gestellten Wohnungen. Vor allem für diese Gruppe will Tönnies nun eigene Wohneinheiten schaffen und zur Verfügung stellen. „Integration und eine feste Bindung vor Ort gelingt in erster Linie über vernünftige Wohnverhältnisse“, sagt Daniel Nottbrock, Geschäftsführer der Tönnies Holding. „Wir wollen die Menschen langfristig an unser Unternehmen binden. Und der erste Schlüssel dafür sind gut ausgestattete Wohneinheiten zu ortsüblichen, marktüblichen Mietpreisen.“

Als Blaupause für die künftige Unterbringung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Studenten-Wohnheime in Lemgo (Kreis Lippe) dienen. Die entsprechenden Pläne hat das Unternehmen am Dienstag bei einem Pressegespräch präsentiert. Den Standard der Studenten-Wohnheime in Lemgo will das Unternehmen nun auch den Beschäftigten durch Neubauten in den Kommunen der Region bieten.

Im Gesamtkonzept setzt Tönnies auf drei Stufen: Single-Wohnungen, Paar-Apartments und Mehr-Zimmer-Einheiten. In diesem Konzept soll der Neubau der Wohnungen kombiniert werden mit der Anmietung bestehender Objekte, die ebenfalls nach einem festen Standard hinsichtlich Größe und Ausstattung ausgesucht werden. Für Familien mit mehr als zwei Personen möchte Tönnies Mehrzimmer-Wohnungen in bestehenden Objekten anbieten. „Die Unterbringung in den Single- bzw. Paar-Apartments soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Start vor Ort erleichtern. Langfristig möchten wir die Mitarbeiter fest in die Region und in den Wohnungsmarkt integrieren“, unterstreicht Nottbrock. Er hofft, dass schon in Kürze in den Städten die ersten Projekte umgesetzt werden können.

Die neuen Appartements sind für ein oder zwei Personen. Die Paar-Apartments sind rund 27 qm groß. Je nach Bauland beträgt die Warm-Miete der Paarwohnungen zwischen 400 bis 450 Euro je Wohnung, also rund 200 bis 225 Euro pro Person. Die Single-Wohnungen verfügen über rund 16qm. Die Miete beträgt rund 300 Euro warm. Jeweils mit eigenem Bad und Küchenzeile, voll möbliert sowie mit Elektrogeräten ausgestattet.

Hinzu kommen in jedem Haus für alle Mieter offene Gemeinschaftsräume, ausgestattet je nach Ausrichtung mit Kicker oder anderen Freizeitmöglichkeiten, sowie Waschküche und Keller. Inklusive sind zudem wöchentliche Reinigungen der Gemeinschaftsflächen und Hausverwaltungsdienste.

Um die Neubau-Pläne schnell umzusetzen, hat das Unternehmen in diesen Tagen Kontakt zu Kommunen in der Region aufgenommen und bereits 21 Bürgermeister direkt angeschrieben. „Wir haben das fertige Konzept und können einen Bauantrag innerhalb von 14 Tagen stellen. Für die Umsetzung benötigen wir nun Bauland in den Städten und Gemeinden“, sagt Daniel Nottbrock und ergänzt: „Durch die neuen Wohnungen entlasten wir auch den heimischen Wohnungsmarkt.“ Wichtig für die Lage sei die Nähe zu Supermärkten und die Nähe zum Arbeitsplatz. Dadurch könne auch der Transport zum Unternehmen effektiver und gebündelter gestaltet werden.

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Testsystem funktioniert

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Testsystem funktioniert

Tönnies informiert über erste komplette Arbeitswoche – Testergebnisse von über 7.000 Corona-Tests liegen vor – 25 altpositive Fälle – 6 Neue

Rheda-Wiedenbrück, 24. Juli 2020 – Die Tönnies Unternehmensgruppe informiert über den Verlauf der ersten kompletten Betriebswoche und die Ergebnisse der Corona-Testung bei den Mitarbeitern:

„Die Grundlage für die Produktionswiederaufnahme ist unser von den Behörden genehmigtes Hygienekonzept“, erläutert Dr. André Vielstädte, Unternehmenssprecher.  Die Maßnahmen basieren auf mehreren Säulen, unter anderem der intensiven Testung der Mitarbeiter, Abstand und Masken sowie der Luftfilterung mit Hochleistungsfiltern.

In den vergangenen Tagen wurden alle Produktionsmitarbeiter vor Arbeitsbeginn getestet, anschließend erfolgt dies zwei Mal wöchentlich. Rund 7.300 Tests wurden bisher durchgeführt, davon sind bisher 31 Ergebnisse positiv. Von diesen 31 sind 25 Personen bereits bei einer der Reihentestung positiv getestet worden, dies sind somit altpositive Fälle. Lediglich die weiteren sechs Personen sind neupositiv.

„Durch die intensive Testung werden wir natürlich in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder positive Befunde haben“, sagt Dr. André Vielstädte. „Das erleben aktuell viele Unternehmen, auch anderer Branchen beispielsweise bei den Urlaubsrückkehrern. Wir testen intensiv, dadurch finden wir auch.“

Laut Robert Koch Institut sind wiederholt positiv getestete Personen mit einem Ct/Cp-Wert über 30 nicht mehr problematisch. „Bereits positive Personen können bis zu 10 Wochen danach noch weiter positiv getestet werden, sind dann aber nicht mehr infektiös.“

Als sofortige Vorsichtsmaßnahme wurde für alle positiv getesteten Mitarbeiter, auch die Altpositiven, umgehend der Zugangschip gesperrt. Bei den altpositiven Fällen werden die Einzelfälle nun mit dem Kreisgesundheitsamt geprüft und amtlich entschieden, ob diese Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen können.

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Stellungnahme zum Tierschutz-Video

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Stellungnahme zum Tierschutz-Video

Rheda-Wiedenbrück, 22. Juli 2020 – Das deutsche Tierschutzbüro hat Bewegtbilder aus einem Schweinemast-Betrieb in Rheda-Wiedenbrück veröffentlicht, der unter anderem auch das Unternehmen Tönnies beliefert. Die Bilder zeigen schwere Verstöße gegen geltende Tierschutzgesetze und Regeln der Tierhaltung.

Der Leiter der Stabstelle Tierwohl bei Tönnies, Tierarzt Jörg Altemeier, erläutert im Detail:

  1. „Kranke Tiere wie in dem Video gezeigt, werden bei Tönnies nicht verarbeitet.
  2. „Jedes Tier wird bei Tönnies durch die Veterinärbehörde des Kreises Gütersloh einer amtlichen Lebendtierkontrolle unterzogen.“
  3. „Tiere, die schwere Verletzungen aufzeigen, werden bei Tönnies unverzüglich erlöst und verworfen. Diese Vorfälle werden zur Anzeige gebracht.“
  4. „Solche Tiere müssen von ihrem Leid erlöst werden und dürfen in keinem Fall weiter verwertet werden. Auch dies wird über die amtliche Kontrolle der Vete-rinäre gesichert.“
  5. „Die amtliche Kontrolle bei der Annahme der Tiere erfolgt durch Veterinäre des Kreises. Alle Tiere werden ausnahmslos durch die Behörde kontrolliert. Durch-schnittlich sind täglich rund 30 amtliche Mitarbeiter alleine am Standort in Rheda-Wiedenbrück im Einsatz.“
  6. „Die Veterinäre gehen jedem Tierschutzverstoß nach und ahnden jeden Vorfall.“
  7. „Sämtliche tierschutzrelevanten Bereiche sind an allen Tönnies Schlachthöfen videoüberwacht und dokumentiert.“
  8. „Der in Rede stehende Landwirt wurde bei uns sofort bis auf Weiteres gesperrt.“
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Vorwürfe des Tierschutzbüro: Tönnies prüft Mastbetrieb

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Vorwürfe des Tierschutzbüro:
Tönnies prüft Mastbetrieb

Rheda-Wiedenbrück, 22. Juli 2020 – Das deutsche Tierschutzbüro hat am Dienstag die Verhältnisse in einem Schweinemast-Betrieb in Rheda-Wiedenbrück kritisiert. Heute hat der Leiter der Stabstelle Landwirtschaft, Dr. Wilhelm Jaeger, die Vorwürfe des deutschen Tierschutzbüros fachlich geprüft.

„Wir haben noch heute Morgen den Landwirt besucht und uns ein ganz aktuelles, persönliches Bild gemacht“, sagt Dr. Wilhelm Jaeger. Der integrierte Betrieb in Rheda-Wiedenbrück betreibt eine Sauenhaltung mit Ferkelaufzucht sowie rund 2.500 Mastplätze. „Auf diesem landwirtschaftlichen Familienbetrieb gab es Erkrankungen bei den Ferkeln mit Ohrnekrosen. Der bestandsbetreuende Tierarzt hatte bereits entsprechende Maßnahmen zur Behandlung eingeleitet. Das Tier auf den veröffentlichten Fotos war auf einer dafür vorgesehenen Krankenbucht getrennt. Dieses Tier ist inzwischen durch den Tierarzt notgetötet worden“, erläutert Jaeger.

Tönnies selbst hat die Schlachtbefunddaten des Landwirts, bei denen alle inneren und äußeren Auffälligkeiten und Erkrankungen der Tiere am Schlachthof durch die Veterinäre des Kreises Güterslohs festgehalten werden, geprüft und nochmals analysiert. „Die bisher an uns gelieferten Tiere hatten keine besonderen Auffälligkeiten mit Nekrosen, die durch die amtliche Überwachung des Kreises erhoben wurden“, sagt Dr. Wilhelm Jaeger.

Das Unternehmen wird den landwirtschaftlichen Betrieb engmaschig kontrollieren, bietet aber gleichzeitig seine Unterstützung an. Die Unternehmensgruppe beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema Nekrosen und Schwanzbeißen bei Schweinen. Dazu wurde u.a. ein Forschungsprojekt der Universität Gießen mit einem hohen sechsstelligen Betrag gefördert, bei dem die Ursache für diese Erkrankungen untersucht werden. Kernelement dieser Forschung ist die Darmgesundheit der Tiere, weshalb die Fütterung, aber auch weitere Elemente der Haltung die Schlüssel gegen Nekrosen und Schwanzbeißen sind.

„Verstöße gegen den Tierschutz akzeptieren wir grundsätzlich nicht“, unterstreicht der Stabsstellen-Leiter Landwirtschaft bei Tönnies. „Bei nachweisbaren Verstößen werden wir konsequent handeln.“

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Tönnies passt Preismaske an

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Tönnies passt Preismaske an

Schweinestau am Markt weiter sehr hoch

Rheda-Wiedenbrück, 21. Juli 2020 – Nach vier Wochen Produktionsstopp ist die Schlachtung von Tönnies am Standort Rheda-Wiedenbrück in der vergangenen Woche wieder angelaufen. Das Unternehmen schlachtet mit den aktuell bestehenden Auflagen nach wie vor mit reduzierter Kapazität, sodass die Schlachtgewichte weiter ansteigen werden.

Um die landwirtschaftlichen Partner zu entlasten und Preissicherheit zu geben, wird die Abrechnungsmaske mit Wirkung zum 23.07.2020 nach dem Muskelfleischanteil angepasst. Der Gewichtskorridor wird insgesamt um 7 kg nach oben verschoben. Diese Anpassung gilt für die Schlachtstandorte Rheda-Wiedenbrück, Weißenfels sowie Sögel.

Bei der Abrechnung der Masteber wird Tönnies ebenfalls auf die erhöhten Schlachtgewichte reagieren und Masteberpartien mit einem durchschnittlichen Gewicht von >105 kg mit mindestens 0,940 Indexpunkte/kg auf Basis der Autofom-Daten bewerten. Zusätzlich zur Maskenerweiterung werden wir Tiere mit einem Schlachtgewicht von >120 kg mit einem Mindestpreis von 1,00 €/kg Schlachtgewicht abrechnen.

„Die Behörden haben uns nun die Perspektive gegeben, auch am Standort Rheda-Wiedenbrück wieder zu schlachten und die Kapazität stufenweise hochzufahren“, sagt Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Abteilung Landwirtschaft. „Daher bieten wir nun unverzüglich unseren landwirtschaftlichen Partnern eine Preisperspektive und Kalkulierbarkeit.“

Sofortprogramm

Tönnies setzt Sofortprogramm um

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Tönnies setzt Sofortprogramm um

+++ Basis für Wiederaufnahme des Betriebes in Rheda-Wiedenbrück sind wichtige technische Neuerungen und erweiterte Hygienemaßnahmen

+++ Mit insgesamt 25 Sofortmaßnahmen strukturiert Tönnies ab sofort unter anderem die Bereiche Wohnen und Arbeit für bisherige Werkvertragsarbeitnehmer sowie den Bereich Tierhaltung um

Rheda-Wiedenbrück, 20. Juli 2020 – Die Tönnies Gruppe hat schrittweise die Produktionsbereiche in Rheda-Wiedenbrück wieder geöffnet. Die Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück hob am vergangenen Freitag nach verschiedenen Tests den Produktionsstopp für Schlachtung und Zerlegung auf. Seitdem lief die Produktion wieder an, zunächst werden ca. 8.000 Schweine pro Tag geschlachtet.

Basis für die Öffnung ist ein erweitertes Hygienekonzept. Dieses wurde mit Fachleuten des Landratsamts, des Arbeitsschutzes des Landes NRW und weiteren wissenschaftlichen Experten weiter konkretisiert und in Begehungen und Tests im Werk überprüft.

Kern des Hygienekonzeptes als Grundlage der Wiederaufnahme des Betriebes sind neue Lüftungsanlagen, dezentrale HEPA-Filtrationsgeräte, die in den Bereichen der Zerlegung installiert worden sind. Sie tauschen die Luft 2,5 Mal pro Stunde aus und reduzieren die im Raum zirkulierende Umluft von potenziell eingetragenen Viren. Die Filteranlagen wurden in den letzten Wochen in Betrieb genommen und in Tests mit den Behörden geprüft.

Prof. Dr. Martin Exner vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn hatte direkt nach dem Ausbruch wissenschaftlich darauf hingewiesen, dass die in der Zerlegung zirkulierende Umluft der entscheidende Grund dafür gewesen ist, dass das Virus sich in einige Bereichen weiterverbreitete und ein Massenausbruch zustande kommen konnte. Die Erkenntnisse sind neu, waren bisher nicht reguliert und wurden nun erstmalig wissenschaftlich untersucht. Sie erklären erstmals u.a., warum es weltweit in Schlachthöfen zu weitreichenden Infektionen kommt.

Zum erweiterten Hygienekonzept zählen darüber hinaus wöchentliche Reihentestungen für alle Produktionsmitarbeiter in mobilen Zelten am Werkseingang, ein Adressmanagement aller Beschäftigten zur betrieblichen Rückverfolgung der Beschäftigten, eine strikte Trennung von Mitarbeitern verschiedener Produktionsabteilungen bei Kantinenaufenthalten, eine noch höhere Anzahl an Schulungen für Mitarbeiter sowie verstärkte Kontrollen auf die Einhaltung von Abstandsregelungen und das Tragen eines medizinischen  Mund-Nasen-Schutzes durch Corona-Verantwortliche, die Kontrollgänge durchführen.

Diese und weitere Maßnahmen wird Tönnies mit hohem finanziellen sowie personellem Aufwand und unter Mitwirkung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Produktion und Verwaltung in den Betrieben umsetzen.

 

Wohnen und Arbeit
Tönnies stellt bis zum 1. September 2020 1.000 Werkvertragsbeschäftigte in Rheda-Wiedenbrück direkt ein. Bis Ende 2020 ist es das Ziel, alle Mitarbeiter der Kernbereiche direkt beim Unternehmen einzustellen. Für diese Mitarbeiter schafft Tönnies neuen Wohnraum – zunächst in Rheda-Wiedenbrück, im Anschluss auch je nach Bedarf an anderen Standorten. Bis zum 1. September 2020 mietet Tönnies ca. 400 Wohnplätze in Rheda-Wiedenbrück für die künftig Direktangestellten an. Zwei Wohnungsgesellschaften wurden gegründet und arbeiten aktuell unter Hochdruck an dieser Aufgabe. Die bisher vorhandene Zeiterfassung wird zum 1. August 2020 in eine digitale Zeiterfassung überführt mit dem Ziel, Arbeitszeiten effizienter zu überprüfen und zu dokumentieren.

„Wir entwickeln unser Unternehmen für die Zukunft weiter. Das Sofortprogramm ist der Startschuss. Es legt fest, wie wir Werkvertragsmitarbeiter direkt einstellen, schnellstmöglich neuen Wohnraum für sie schaffen, bestehenden noch weiter verbessern und sicherstellen, dass wir in der Pandemie unsere Mitarbeiter schützen, um weiter hochwertige Fleisch- und Wurstprodukte herzustellen“, sagt Clemens Tönnies.

 

Tierhaltung
Die Tönnies Gruppe ist seit Jahren Vorreiter bei den Fragen des Tierschutzes, der Haltungskennzeichnung und der Transparenz für Verbraucher über die Haltungsbedingungen. Im Sofortprogramm geht die Tönnies Gruppe diesen Weg weiter: Sie bekennt sich zum Ergebnis der Borchert-Kommission des Bundeslandwirtschaftsministeriums und unterstützt die Tierwohlabgabe. Tönnies verfolgt zudem das Ziel, die Produktion von Schweinefleisch künftig zu großen Teilen auf die Haltungsform 2 („Stallhaltung plus“) umzustellen und erweitert das Angebot für die Haltungsform 3 („Außenklima“) auf 3.000 Schweine/Woche und fördert den Bau von Offenfrontställen.

 

Die Maßnahmen des Sofortprogramms werden als erstes in Rheda-Wiedenbrück umgesetzt. Im Anschluss werden ausgewählte, in der Pandemie erforderliche Maßnahmen an anderen deutschen Betrieben umgesetzt. Dabei richtet sich die Ausgestaltung der Maßnahmen an anderen Betrieben nach den geltenden Regeln und Auflagen, den Gegebenheiten und Räumlichkeiten der Betriebe sowie dem Infektionsgeschehen in den Regionen der anderen Betriebe und den damit verbundenen Verordnungen der Behörden während der Pandemie.

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Sofortprogramm Werkverträge auf dem Weg

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Sofortprogramm Werkverträge auf dem Weg

Rheda-Wiedenbrück, 10. Juli 2020 – Die Tönnies Unternehmensgruppe legt erste Ergebnisse des Sofortprogramms Werkverträge vor. Wie Ende Juni in der Geschäftsführung beschlossen, schafft das Unternehmen bis Ende des Jahres alle Werkverträge in den Bereichen Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung ab. Das Unternehmen setzt sich damit an die Spitze der Branche um auch zukünftig die neue Gesetzgebung vollumfänglich einzuhalten.

In einem ersten Schritt werden wir für einen Pilotprojekt 1.000 Beschäftigte bis 30. September direkt einstellen und damit Arbeitsabläufe und -prozesse einspielen. Anschließend folgt bis Ende des Jahres die gesamte Umsetzung an allen deutschen Standorten. Als weiteres Projekt wird die bisher analoge Zeiterfassung, auf eine digitale Methode bis September umgestellt.

„Wir packen diese Krise beim Schopfe“, sagt Clemens Tönnies, Geschäftsführender Gesellschafter. „Diese ersten Ergebnisse sind nur der erste Schritt um zu beweisen, dass wir es ernst meinen und mit Hochdruck daran arbeiten die neuen Anforderungen aus Politik und Gesellschaft zu erfüllen“.

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Ein Beschäftigter des Fleischwerk Weißenfels positiv getestet

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Ein Beschäftigter des Fleischwerk Weißenfels positiv getestet

Beschäftigter wurde Mittwoch positiv auf Covid-19 getestet und war zuvor im Urlaub

Weißenfels/Rheda-Wiedenbrück, 9. Juli 2020 – Unter den Beschäftigten des Fleischwerk Weißenfels wurde am Mittwoch ein Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet. Der Mitarbeiter zählt zur Personengruppe, die im Zeitraum zwischen dem 30.6. und 4.7. zunächst nicht getestet wurde, da sie abwesend war. Da der Mitarbeiter im Urlaub war, wurde der Test nach seiner Rückkehr nachgeholt. Bei dem Massentest waren auf Anordnung des Burgendlandkreises beim Schlachtbetrieb Tönnies 2.372 Abstriche genommen worden, die laut Labor alle negativ ausfielen.

Den jetzigen ersten positiven Test bei einem Mitarbeiter des Fleischwerks Weißenfels meldete das unabhängige, zertifizierte Labor am Mittwoch an die zuständige Behörde und das Unternehmen. Es handelt sich um einen rumänischen Werkvertragsmitarbeiter, der sich in der letzten Woche beim Gesundheitsamt als „abwesend“ gemeldet hatte und verreist war. Diese bis dato abwesenden Personen untersucht das Gesundheitsamt mittlerweile. Nachdem der Mitarbeiter positiv getestet wurde, wurde für ihn und seine Ehefrau, mit der er in einer Wohnung zusammenlebt, unmittelbar häusliche Quarantäne angeordnet. Bisher wurden fünf weitere Kontaktpersonen ermittelt, die aktuell getestet werden.

„Wir unterstützen den Burgenlandkreis und das zuständige Gesundheitsamt auch in diesem Fall bei ihrer Arbeit wie wir das bisher auch bei allen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens getan haben. Wir warten jetzt die Tests bei den Kontaktpersonen ab und bewerten die Lage dann“, sagt Reinhold Dierkes, Geschäftsführer Fleischwerke Weißenfels.

Die Fleischwerke Weißenfels haben seit Februar ein individuelles Hygiene-Konzept mit auf den Betrieb abgestimmten Maßnahmen entwickelt und setzen dieses um. Die Hygiene-Maßnahmen entsprechen den Empfehlungen des RKI und der zuständigen Behörden und wurden permanent weiterentwickelt.

Zudem kommt es im Rahmen des Hygienekonzepts seit längerer Zeit nicht mehr zu einem Austausch der Beschäftigten mit anderen Tönnies-Standorten in Nordrhein-Westfalen.