Ressourcenschutz

Unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt.

Wir setzen Ressourcen wie Wasser und Energie optimal ein, um sie für künftige Generationen zu erhalten und um den Schutz von Umwelt, Mensch und Tier zu sichern. Dafür legen wir unseren Fokus auf eine stetige Verringerung der verbrauchten Ressourcen.

Ressourcenschutz

Die Lebensmittelindustrie ist eine energieintensive Branche. Als eines der führenden Unternehmen der Fleischbranche sind wir uns bewusst, wie wichtig es ist natürliche Ressourcen zu schützen und Energie zu sparen. Dabei setzen wir auf drei Handlungsfelder: Energie einsparen, Energie optimal nutzen und eine hohe Effizienz durch Eigenstromerzeugung. Wir investieren in moderne Technologien und überprüfen unseren Energiemix regelmäßig, um noch besser zu werden.

Uns ist bewusst, dass insbesondere auf den Stufen der Tierhaltung erheblich Ressourcen verwendet werden, bis das Schlachttier zu uns kommt. In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen haben wir ein neues Fütterungskonzept entwickelt. Das „tieroptimierte-, nitrat- und sojareduzierte Fütterungskonzept“ (TONISO) senkt die Stickstoffausscheidungen über die Gülle erheblich. Dadurch fällt bis zu 30 % weniger Stickstoff an. Außerdem wird das Ziel verfolgt den Sojaanteil im Futter insbesondere im Ferkel- und Vormastfutter zu halbieren. So können in der Tierhaltung Ressourcen geschont und der Eintrag von Stickstoff bzw. Nitrat über die Düngung in das Grundwasser reduziert werden.

Susanne Lewecke

Leitung Umwelt- und Energiemanagement

Wichtige Kennzahlen

Unsere Maßnahmen

Ein sorgfältiger Umgang mit Energie hat Vorteile für uns alle. Deswegen nutzen wir sowohl Energie aus Eigenstromproduktion, als auch Energie aus dem öffentlichen Netz. Durch diese Kombination können wir und das öffentliche Netz von der Nutzung profitieren. Unsere Eigenstromproduktion erfolgt mit Hilfe von Blockheizkraftwerken. Die dabei anfallende Wärme lässt sich über Absorber, die die Wärme aufnehmen, zur Erzeugung von Kälte nutzen und wird in den vorhandenen Kältekreislauf der Werke eingespeist. In unseren Betrieben streben wir eine Eigenstromproduktion von 20 bis 40 Prozent an.

All unsere Kälte- und Drucklufterzeugungsanlagen sind an Wärmerückgewinnungssysteme angeschlossen. So können wir die anfallende Wärme zur Erhitzung des Brauchwassers nutzen und einen Großteil davon zur Reinigung der Maschinen und Produktionsräume sowie der Gebinde (E 2-Kisten, Boxen usw.) bereitstellen. Durch diese Zweitnutzung der anfallenden Wärme wird keine zusätzliche Primärenergie benötigt – so kommen wir unserem Anspruch nach, gewissenhaft mit natürlichen Ressourcen umzugehen.

Durch die effiziente Nutzung des Frischwassers konnten wir in den letzten Jahren den Verbrauch auf allen Produktionsstufen deutlich senken.

Das anfallende Abwasser wird separat in speziellen Behandlungsstufen gereinigt, bis es sauberer ist als häusliches Abwasser. Zum Vergleich: Der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) aus häuslichem Abwasser beträgt durchschnittlich 600 mg/l, der CSB aus unserer Vorbehandlung beträgt ca. 100 mg/l. Das optimal vorgeklärte Abwasser kann aufgrund der guten biologischen Qualität mit dem kommunalen Abwasser vermischt werden. Wir reinigen das Abwasser durch chemisch-physikalische Flotation, ein Trennverfahren, bei dem Stoffe durch Luftblasen an die Wasseroberfläche transportiert werden. Anschließend erfolg eine weitere biologische Behandlung.

Mit der Installation weiterer Abluftreinigungsanlagen gewährleisten wir, dass keine Gerüche nach außen dringen.

Unsere Umweltschutz-Expertin Susanne Lewecke erklärt unsere Maßnahmen zum Thema Ressourcenverbrauch.

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Damit wir die benötigten Ressourcen so effektiv wie möglich einsetzen können, nutzen wir unsere Erkenntnisse aus den zertifizierten Umwelt- und Energiemanagementsystemen gem. ISO 14001 und ISO 50001. So können wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess durchführen. Die Fachabteilung kommuniziert die Ergebnisse durch Managementreviews an die Unternehmensleitung und legt im Austausch zusätzliche und neue Maßnahmen zur Einsparung von Ressourcen fest. Um den Verbrauch in den jeweiligen Produktionsbetrieben besser analysieren zu können, haben wir Bilanzgrenzen definiert.

Nachhaltigkeit gemäß weltweiter Standards

100 Prozent aller deutschen Betriebe der Tönnies-Gruppe sind nach dem Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001 zertifiziert, eine weltweit gültige Norm für systematisches Energiemanagement. 85 Prozent der deutschen Betriebe der Tönnies-Gruppe sind nach dem Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Damit werden Anforderungen und Normen zu Ökobilanzen festgelegt. Unser Ziel ist es, die noch fehlenden Betriebe und Werke bis 2020 auch nach 14001 zu zertifizieren.

Die erste CO2-Bilanz erstellten wir im Jahr 2009 für unser größtes Werk in Rheda-Wiedenbrück in Zusammenarbeit mit dem Bremer Energieinstitut. Seitdem erstellen wir eine jährliche CO2-Bilanz für unser Werk in Rheda-Wiedenbrück und mittlerweile auch für alle anderen Werke. Für die CO2-Bewertung eines einzelnen Produktes haben wir die Spur eines Schnitzels verfolgt: Von der Rohstoffgewinnung bis zum Endverbraucher zeigte sich, dass der Beitrag der Schlachtung und Zerlegung nur ca. 2 Prozent des gesamten CO2-Fußabdruck ausmacht. Die Veredelung trägt mit ca. 10 Prozent zum CO2-Fußabdruck bei, die Herstellung des Mastfutters mit ca. 55 Prozent.

Welchen Anteil haben einzelne Produktionsschritte am C02-Fußabdruck eines Schnitzels mit 1 kg Gewicht?

Durch unsere konsequenten Maßnahmen zur Ressourcen- und Energieeinsparung können wir im Werk Rheda-Wiedenbrück Einsparungen von 15.000 t CO2 im Jahr erzielen. Besonders im Bereich der Wärmerückgewinnung an den Flammöfen in der Schweineschlachtung sowie an allen Kälte- und Druckluftverdichtern und durch Investition in optimale Aggregate können wir aktiv CO2 einsparen.

Unsere Blockheizkraftwerke: Optimales Ressourcenmanagement

Wir investieren kontinuierlich in die Modernisierung und den Neubau modernster Anlagetechnik, um unseren Ressourcenverbrauch zu optimieren. Durch den Bau von insgesamt fünf Blockheizkraftwerken (BHKW) in Rheda-Wiedenbrück und in Sögel produzieren wir selbst einen Großteil des Stroms, den wir in der Produktion und Kühlung benötigen. Zudem sparen wir Ressourcen ein – das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Unser BHKW folgt einer anspruchsvollen Technik, die auf der neuartigen NH3-Absorbertechnik basiert und eigens für Tönnies entwickelt wurde. Mithilfe des BHKW lassen sich die Strommengen des Energieanbieters und die selbst produzierte Strommenge effizient und einfach steuern. Wir nehmen eine gleichmäßige Strommenge von unserem Anbieter ab und können im Falle auftretender Spitzen diese durch unsere Eigenversorgung abdecken.

Zwei BHKW in Sögel:

  • Zwei Blockheizkraftwerke (zwei x 2 MW elektrisch)
  • durch optimale Nutzung der Wärmeenergie Ersparnis von zirka 1700 t CO2
    Mit den Blockheizkraftwerken erzeugen wir in Rheda-Wiedenbrück ein Drittel unseres Stroms selber, im Werk in Sögel entsteht sogar etwas mehr als die Hälfte des Stroms aus Selbsterzeugung.

BHKW Rheda-Wiedenbrück:

  • mit drei Blockheizkraftwerken (drei x 2,7 MW elektrisch) wurden 2017 ca. 61 Mio. kWh Strom selber erzeugt
  • durch optimale Nutzung der Wärmeenergie Ersparnis von etwa 2800 t CO2

Als weltweit agierender Industriebetrieb sind wir uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, sorgfältig mit Ressourcen umzugehen. Unser Anspruch ist die Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen. Auf der Grundlage unseres Umwelt- und Energiemanagementsystems können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen sichern.

Unsere nächsten Ziele

Durch den vermehrten Einsatz regenerativer Energien arbeiten wir daran, den Verbrauch von Primärenergie weiter deutlich zu reduzieren. Hier nutzen wir z.B. Erdwärme, Photovoltaik, Wärmepumpen und Solaranlagen.
Für uns zählt künftig noch mehr eigenen Strom zu erzeugen. Eine sinnvolle Eigenstromproduktion ist nur mit der vollständigen Nutzung der dabei anfallenden Wärme möglich. Aus diesem Grund streben wir eine Eigenstromproduktion zwischen 20 und 40 Prozent an.
Durch Einsatz von Absorbertechnik und Optimierung der Temperaturzonen in den Kühlhäusern verfolgen wir das Ziel, Kälte bestmöglich zu nutzen und Ressourcen bewusst und reguliert einzusetzen.
Durch den Einsatz von Robotertechnik und von hocheffizienten, wassersparenden Düsen bei der Reinigung reduzieren wir die Verwendung von Frischwasser und Reinigungsmittel.
Mit neuen Anwendungstechniken möchten wir entstehenden Klärschlamm besser verwerten. Besonders relevant ist dabei die Vortrocknung und Monoverbrennung von Klärschlamm, wodurch eine Phosphat-Rückgewinnung aus der Asche möglich ist.
Wir streben den weiteren Einsatz von oxidativen Prozessen zur Abluftreinigung an. Damit möchten wir gewährleisten, dass keine Gerüche nach außen dringen.

Welche Rolle hat Umweltschutz bei Tönnies?

Wir sehen Umweltschutz als ausschlaggebenden Faktor für unseren Unternehmensalltag. Um unsere Prozesse stetig zu optimieren, erfassen wir alle umweltrelevanten Verbräuche und Prozessdaten. Diese Daten bewerten wir dann im Rahmen des Umwelt- und Energiemanagementsystems.

Der Experte

Fragen zum Ressourcenschutz an Susanne Lewecke, Leitung Umwelt- und Energiemanagement bei Tönnies

Die zum Einsatz kommenden Medien werden permanent erfasst und in Relation zu den Produktionsmengen gesetzt. Wir analysieren und korrigieren Abweichungen zeitnah und trennen und verwerten so viel Abfall wie möglich.

Wir testen neue Umwelt- und Energietechnologien, z.B. bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung, aber auch bei der Abluftreinigung. Im Bereich Gewässerschutz sind unsere Anlagen gesichert, damit keine Verunreinigung von Gewässer oder Boden stattfindet. Das auf dem Betriebsgelände anfallende Wasser teilen wir in drei Bereiche: -Schmutzwasser -Oberflächenwasser: Das gesamte Oberflächenwasser der Verkehrsflächen wird über einen Retentionsbodenfilter gereinigt. -Dachflächenwasser (Input Tönnies: Was wird mit dem Schmutzwasser und Dachflächenwasser gemacht?)

Um größtmögliche Sicherheit bei der Lagerung von Gefahrstoffen zu gewährleisten, verwenden wir Rückhaltesysteme. Input Tönnies: Wie funktionieren diese Rückhaltesysteme?

Durch den Einsatz effizienter Aggregate gerade im Bereich Kälte- und Drucklufterzeugung erzielen wir hohe Einsparungen beim Strom. Ein großes Einsparpotential ergibt sich durch den intensiven Einsatz von Wärmerückgewinnungssystemen. Durch die Eigenstromerzeugung und die gleichzeitige Nutzung der Wärme durch Absorber können wir einen Großteil an CO2-Emissionen einsparen.

Fragen Sie uns!

Dialog ist uns wichtig. Deshalb wollen wir Ihre Fragen hören und uns mit den Themen auseinandersetzen, die Sie beschäftigen. Schreiben Sie uns!
Unser Ansprechpartnerin Susanne Lewecke, Leitung Umwelt- und Energiemanagement Tönnies, beantwortet Ihre inhaltlichen Fragen an dieser Stelle. Bei inhaltsgleichen Fragen werden die Antworten von uns gebündelt.

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Susanne Lewecke

Leitung Umwelt- und Energiemanagement