COVID-19-News

Tönnies FAKTENcheck

Start Corona FAKTENcheck

Tönnies FAKTENcheck

Wichtige Fakten, Kernaussagen und Behauptungen rund um das Unternehmen werden an dieser Stelle überprüft, belegt oder richtiggestellt.

Tamer Bakiner – Der Wahrheitsjäger Staffel 1, Folge 3: Das System Tönnies
„Wir haben hier teilweise handfeste Verstöße gegen strafrechtlich sanktionierte Regelungen z.B. aus dem Bereich Infektionsschutz…“ – Sven Jürgens, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Tönnies kennt keinen Rechtsverstoß, der ursächlich gewesen wäre für diesen massenhaften Ausbruch am Standort in Rheda-Wiedenrbück.  Der Zitatgeber, Fachanwalt für Arbeitsrecht, nennt ebenso keinen konkreten Verstoß. Es ist daher völlig unverständlich, wie es zu dieser Aussage kommt. Unabhängige wissenschaftliche Studien kommen zudem zu der Erkenntnis, dass bis dato nicht bekannte Phänomene im Zusammenhang mit der Umluftkühlung in einem Produktionsbereich das Ausbruchsgeschehen wesentlich beeinflusst haben.

Tamer Bakiner – Der Wahrheitsjäger Staffel 1, Folge 3: Das System Tönnies
Die Werkvertragsarbeiter dürfen nicht mit dem Handy in die Arbeit kommen. Das ist verboten bei Tönnies. Er (Clemens Tönnies) möchte nicht, dass Bild- oder Videomaterial an die Öffentlichkeit kommt.(…) Es gibt an jeder Ecke eine Kamera.“ – Tamer Bakiner, Wirtschaftsermittler

Über alle Kamerasysteme im Betrieb – in der Produktion wie auch in Hygienebereichen und Garderobenräumen – sind die Mitarbeiter informiert. Alle Kameras sind zudem gut sichtbar angebracht. Sie dienen der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind im Einklang mit den geltenden Datenschutzverordnungen angebracht. In den Garderobenräumen befinden sich Schließfächer, in denen die Mitarbeiter persönliche Gegenstände und Wertsachen einschließen. Aus diesem Grund sind dort auch sichtbare Kameras angebracht. Zudem wird aus Hygienegründen das Anziehen von Schutzkleidung über die normale Straßenkleidung überwacht. Dusch- oder Umkleidekabinen sind frei von Kameras.

Das Verbot von Foto- und Videoaufnahmen im Produktionsbereich selbst ist gängige Praxis in deutschen Unternehmen zum Schutz von Persönlichkeitsrechten und Betriebsgeheimnissen.

„Nach Verbot von Werkverträgen: Tönnies gründet fast 20 neue Tochtergesellschaften“

(31. Juli 2020)

Die Tönnies Gruppe hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kernbereichen der Produktion bis Anfang des Jahres 2021 direkt anzustellen. Dabei bleibt es uneingeschränkt. Das Unternehmen ist bereits mitten in diesem Prozess. Bis Mitte September sollen die ersten 1.000 ehemals Werkvertragsarbeiter fest eingestellt werden.

Für die Festanstellungen braucht es rechtliche Grundlagen. Die mögliche Anstellung in 100%-Tochtergesellschaften ist völlig normal in deutschen und internationalen Konzernen. Es ist aktuell jedoch noch unklar, welche Organisationsformen das vom Bundesministerium geplante Gesetz letztlich vorsieht. Tönnies hat daher  diese Gesellschaften vorsorglich gegründet. Damit
könnte die Unternehmensgruppe Direkteinstellungen an verschiendenen Standorten und für verschiendene Gesellschaften im Konzern schnell umsetzen.

„Tönnies produziert Billigfleisch“

Tönnies ist Deutschlands Marktführer für Bio-Schweinefleisch. Rund 22% aller von uns verarbeiteten Tiere stammen aus einer Haltungsform über dem gesetzlichen Standard, rund 1,5% aus biologischer Haltung. Wir sind Vorreiter der Initiative Tierwohl und unterstützen in vollem Umfang die Vorschläge der Borchert Kommission von Julia Klöckner. Unser Ziel ist es das gesamte Grundsortiment in Haltungsform 2 zu bringen.

„Mammutbetriebe mit über 7.000 Mitarbeitern wird es in Zukunft nicht mehr geben“

Die Aussagen von Landrat Sven-Georg Adenauer ist juristisch nicht begründbar. Die Betriebsgenehmigung wird von den Behörden auf Grundlage des Emissionsschutzes, des Arbeitsschutzes und des Gesundheitsschutzes getroffen. Die reine Mitarbeiterzahl ist keine genehmigungspflichtige Größe.

„Das im Netz kursierende Kantinenvideo stammt vom 8. April 2020, hier wurden die Abstände nicht eingehalten“

Die Behauptung des SWR ist falsch. Das im Netz kursierende Video ist uns im Unternehmen seit dem 28. März 2020 bekannt. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Mitarbeiter in der Kantine geclustert, so dass nur Personen gemeinsam Pause gemacht haben, die auch in einer Abteilung arbeiten. Die Maßnahmen wurden regelmäßig verschärft und bei der Arbeitsschutzkontrolle der Berufsgenossenschaft begutachtet. In dieser Phase der Pandemie gab es keine vermehrten Positivfälle. Seitdem wurden zahlreiche weitere Maßnahmen ergriffen, beispielsweise wurden die Plätze erheblich reduziert und die Mundschutzpflicht auf Wegen der Kantine und der Essensausgabe eingeführt.

„Tönnies hat während der Pandemie mehr produziert“

Nein, die Schlachtmenge am Standort Rheda-Wiedenbrück lag in den Monaten März bis Juni jeweils zwischen 20.000 und 25.000 Tieren am Tag. Dies ist eine marktübliche Menge, unterhalb der Kapazitätsgrenze von 30.000 Tieren/Tag.

„Eine Verordnung hat Tönnies aufgefordert mehr zu produzieren“

Zu Beginn des staatlichen Lockdowns in Deutschland hat eine Verordnung des Arbeitsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen Regelungen für mehr Produktion und längere Arbeitszeiten getroffen. Damit wurde auch Tönnies dazu aufgefordert, die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Die vermehrten Hamsterkäufe sollten nicht zu Lebensmittelknappheit führen.

„Arbeitsschutzkontrollen während der Pandemie haben Mängel festgestellt“

Am 15. Mai 2020 hat die Bezirksregierung Detmold in einer sechsstündigen unangekündigten Kontrolle den Betrieb in Rheda-Wiedenbrück überprüft. Auf diese Weise bestand die Möglichkeit bei der Überprüfung der Einhaltung der vorgeschriebenen SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandards des BAMS nicht nur auf die Mindesterfüllung der Einzelanforderung einzugehen. Vielmehr konnte sich vor Ort von den teilweise weit über den gängigen Standard der Branche hinausgehende Maßnahmen überzeugt werden. Dies wurde von der Behörde schriftlich honoriert. In dieser Kontrolle wurde uns bestätigt, dass das Tönnies Corona Hygiene Konzept „..sich im absoluten Einklang mit den Arbeitsschutzstandards des BMAS befindet..“. Die erkannten Beanstandungen in der betrieblichen Umsetzung wurden kurzfristig behoben. Am 20. Mai 2020 fand zudem eine weitere Begehung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe statt. Am 29. Mai schließlich eine weitere Überprüfung des Arbeitsschutzes durch die Bezirksregierung. Im Ergebnis konnten die offene Punkte komplett geklärt werden. Dies wird zudem durch die Ergebnisse der ersten behördlichen Reihentestung in diesem Zeitraum bestätigt, bei der von 6.400 Tests lediglich sieben Mitarbeiter positiv getestet wurden.

„Sub-Sub-Sub-Werkverträge verschleiern Zuständigkeiten und Haftbarkeit“

Systematische Sub-Sub-Konstrukte gibt es bei Tönnies nicht.

Von den rund 7.000 Beschäftigten am Standort Rheda-Wiedenbrück sind aktuell rund 100 Personen aufgrund von Personalmangel bei einem Unter-Dienstleister  beschäftigt. Dies ist in der Verfügbarkeit der Mitarbeiter begründet und lediglich für einen begrenzten Zeitraum.

„Tönnies hat die Adressen der Mitarbeiter nur unter größtem Druck den Behörden übermittelt“

Die Behauptung ist falsch. Von den festangestellten Mitarbeitern hat Tönnies alle Namen und Adressen sofort übermittelt. Das Unternehmen hat aber aus Datenschutzgründen keine Informationen zu den Wohnadressen der Werkvertragsarbeiter vorliegen. Diese liegen den Subunternehmen vor, bei denen diese Werkvertragsarbeiter angestellt sind. Tönnies hat nur Vor-, Nachname, Geschlecht und Geburtsdatum der Werkvertragsarbeiter vorliegen. Das Unternehmen hat seine Subunternehmen umgehend nach Anfrage nach der Adressliste aufgefordert, alle Adressen weiterzugeben. Die Adressen liegen den Behörden seit dem frühen Morgen des 20. Juni vor.

„Nach Schließung des Betriebs am 20. Juni 2020 sind am Folgetag noch LKWs vom Hof gefahren“

Am Sonntag, 21.6.20 wurden 14 Touren gestartet, die bereits das Betriebsgelände verlassen hatten. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, ob sich die Fahrer bei negativem Testergebnis  in Quarantäne oder Arbeitsquarantäne befinden. Hierzu gab es unterschiedliche Aussagen. Nachdem geklärt werden konnte, dass hier eine Quarantäne vorliegt, wurden die Touren gestoppt und die Mitarbeiter haben sich unverzüglich in Qurantäne begeben.

„Die Werkvertrags­mitarbeiter leben in prekären Wohnbedingungen“

Die Bezirksregierung Detmold hat alle Wohnungen der Mitarbeiter kontrolliert. Hierbei wurden keine gravierenden Mängel festgestellt.

Sven Georg Adenauer (06.07.2020):
„Wir haben uns die Wohnungen ja angeguckt – als es anfing, und da waren die Wohnungen, es waren 350 Wohnungen die im ersten Schwung angeguckt wurden vom Amt für Arbeitsschutz in Detmold, die waren alle pikobello. Und da habe ich den Leuten gesagt, ja guck Mal… Das haben wir auch nach außengetragen und kommuniziert, das will aber keiner hören. Das wollen die Medien auch teilweise nicht hören.“

Theo Mettenborg (23.06.2020)
Im Interview mit Markus Lanz sagt der Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück, die Stadt habe seit vielen Jahren eine enge Wohnraumkontrolle. Es seien viele kleine Einheiten in der ganzen Stadt entstanden. „Wir haben jetzt 450 Wohneinheiten und Häuser. Wir kennen die Wohn- und Lebenssituation der Arbeiter und auch die Arbeitssituation. Wir haben den Wohnraum durch die Stadt in Rheda-Wiedenbrück im Blick und haben hier eine klare Verbesserung der vergangenen Jahre erreicht.“

Volker Brüggenjürgen, Geschäftsführer des Caritasverbandes im Kreis Gütersloh über den Wohnraum von drei Tönnies Werkvertragsarbeitern: „Die drei Männer leben in einem verkommenen, 15 Quadratmeter kleinen Zimmer, für das sie 960 Euro Miete Euro zahlen müssen.“

(Veröffentlicht am 3. Juli 2020)

Auf die schriftliche Nachfrage des Unternehmens, ob hier konkrete Angaben gemacht werden können, um dem Fall nachzugehen antwortet Volker Brüggenjürgen:

„Ich weiß nicht, wo Sie die Aussage herhaben, dass es sich um einen „Ihrer“ Dienstleister gehandelt haben soll. In dem Gespräch mit der Glocke (andere Medienvertreter waren nicht zugegen) haben wir sehr klar gemacht, dass es sich um eine Werkvertragsbeschäftigung bei einem Logistiker in der Möbelbranche handelt. Außerdem hätten wir ja aufgrund der Quarantäne Vorgaben überhaupt keine Wohnung von Tönnies-Beschäftigten betreten können.

„Der Kreis Gütersloh hat der Firma Tönnies die unverzügliche Schließung des Schlachtbetriebes angeordnet.“ (17.6.2020)

Der Kreis Gütersloh hat in einer mündlichen Anordnung die Schließung des gesamten Betriebes von Tönnies am Standort In der Mark 2 in Rheda-Wiedenbrück angeordnet. Eine schriftliche und justiziable Anordnung liegt bis heute (Stand 15. Juli 18 Uhr) nicht vor.

Karl-Josef Laumann: „Es kann nicht sein, dass diese Unternehmen betriebsrats- und gewerkschaftsfrei sind!“ (22.6.2020)

Falsch. In der Tönnies Gruppe sind aktuell 162 Betriebsräte in verschiedenen Unternehmen organisiert.

Landrat Sven-Georg Adenauer  im Westfalen-Blatt im Westfalen-Blatt:

Wenn er Clemens Tönnies etwas vorwerfe, dann den Umstand, dass er kranke Arbeiter in einem Schlachtbetrieb habe arbeiten lassen, sagt Adenauer. „Er hat uns zugesagt, jeder würde getestet, aber das hat ja offensichtlich nicht funktioniert.“ (14.07.2020)

Falsch. Es haben keine kranken Mitarbeiter gearbeitet. Beim ersten behördlichen Massentest wurden sieben Mitarbeiter positiv getestet. Anschließend hat Tönnies seine Mitarbeiter weiter risikoorientiert getestet. Die Ergebnisse wurden transparent den Behörden gemeldet. Bei den infizierten Mitarbeitern haben der überwiegende Anteil keine Symptome auf COVID-19 gezeigt. Kranke Mitarbeiter haben nicht gearbeitet.

Bericht über angeblich geflüchtete Tönnies-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter: Der WDR beruft sich auf eine Aussage der Stellv. Bürgermeisterin der Stadt Beckum und auf Aussagen der Nachbarn, wonach mehr als 20 Mitarbeiter von Tönnies aus einem Haus geflüchtet sein. (25.06.2020)

Das ist nicht korrekt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten lediglich ihre Pkw nach dem Brandanschlag vom Montag abholen lassen, um weiteren Schaden zu verhindern. Tags drauf rudern die Redakteure des WDR und andere Medien zurück. (Quelle: t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_88117496/nach-corona-eklat-brandanschlaege-auf-autos-von-toennies-beschaeftigten.html)

Vorwurf, die Mitarbeiter würden weniger Gehalt durch die Quarantäne erhalten  (03.07.2020)

Finanzielle Aufstockung bei Kurzarbeit: Das Unternehmen Tönnies hat allen Beschäftigten, direkt oder indirekt angestellt, zugesagt, dass niemand unverschuldet persönliche finanzielle Einbußen haben wird. Sollte es bei einzelnen Unternehmen oder Dienstleistern zur Situation einer möglichen Kurzarbeit kommen, wird Tönnies für eine Aufstockung auf 100% sorgen.

Angebliche Schlachterhöhung: Der Spiegel berichtet über eine angebliche Erhöhung der Schlachtzahl in Rheda vor dem Corona-Ausbruch. „Die Firma Tönnies soll in ihrem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück ab Mai die Produktion erhöht und damit die massenhafte Verbreitung des Coronavirus begünstigt haben. Das berichtet ein Fleischkontrolleur, der dort arbeitet. Es seien „pro Woche 10.000 Schweine mehr als zu dieser Jahreszeit üblich geschlachtet“ worden, sagt der Mann, der sich anonym an den SPIEGEL gewendet hat.“ (03.07.2020)

Das Unternehmen Tönnies hat in dieser Zeit nur in Sögel die durchschnittliche Tagesschlachtmenge moderat erhöht, um ca. 1.500 Schlachtungen pro Tag. Dies war aufgrund der damaligen Auslastung und der organisatorischen Voraussetzungen in Sögel möglich, trotz der besonderen Corona-Hygienemaßnahmen, die auch dort galten und gelten.
spiegel.de/panorama/toennies-soll-produktion-erhoeht-haben-trotz-corona-a-00000000-0002-0001-0000-000171875083

Der Nachrichtensender N-TV meldet auf seiner Internetseite eine Falschmeldung zu den Wohnungen der Tönnies-Mitarbeitern in Bezug auf die Mängel-Liste von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der Wohnungen in der gesamten Branche an den Pranger gestellt hatte.

Die Überschrift auf N-TV lautete: „Pilze und Einsturzgefahr: 1900 Mängel in Wohnungen von Tönnies-Mitarbeitern“. (09.07.2020)

Das ist falsch. Die Kontrollen der Bezirksregierung haben ergeben, dass es keine gravierenden Mängel bei den Tönnies-Wohnungen gab.

Haftstrafe für Tönnies möglich: In Bild LIVE sagt SPD-Politiker Ralf Stegner folgendes: „Ich finde das skandalös, was der Tönnies da macht. In seinem Konzern gibt es unmögliche Bedingungen was Arbeits- und Wohnbedingungen angeht. Da findet richtige Ausbeutung statt. Er hat eine Menge damit zu tun, dass wir da so einen Corona-Hotspot hatten. So einer braucht nicht staatliche Hilfe durch Steuergelder, sondern sollte eher zur Verantwortung gezogen werden. Vielleicht bekommt er irgendwann mal staatliche Kost und Logis. Dass die Gesetze nicht beachtet werden, konnte man schon sehen. Die gesetzt werden missachte dort, das ist gar keine Frage. Dem muss nachgegangen werden mit aller Konsequenz. Ich finde es unverschämt, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler heranziehen zu wollen dafür.“
(12.07.2020)

Das ist falsch. Wir haben nach Recht und Gesetz gehandelt und das Virus entsprechend der Vorgaben des RKI und der zuständigen Behörden bekämpft. Das ist uns auch drei Monate lang mit unserem Hygienekonzept gelungen. Der Betrieb der Tönnies Gruppe ist der Verursacher des Ausbruchs in Rheda-Wiedenbrück, das Unternehmen ist aber nicht der Schuldige.

Zudem sind wir dabei, die Geschehnisse der letzten Wochen aufzuarbeiten. Dort wo wir nachweisbar Fehler gemacht haben, werden wir auch für diese Fehler einstehen. Dort, wo dies nicht der Fall ist, werden wir uns gegen Vorwürfe und Falschaussagen wehren und dagegen vorgehen.

Das gilt ganz besonders für Schuldzuweisungen von Personen, die niemals vor Ort gewesen sind und die Entwicklungen in Rheda-Wiedenbrück überhaupt nicht kennen.

Export Schwein

Die Exportquote im Bereich Schwein liegt bei 56,1 % (2019). Dabei handelt es sich vor allem um Produkte die in Deutschland nicht als Lebensmittel verzehrt werden, wie Innereien, Öhrchen, Schnäuzchen, Füßchen, etc.

Export Rind

Die Exportquote für Rindfleisch liegt bei 23,3 % (2019).

Import

1.120.000 Tonnen Schweinefleisch werden pro Jahr nach Deutschland importiert.

Schlachtzahlen

Im Jahr 2019 hat die Unternehmensgruppe an allen Standorten zusammen rund 20,6 Mio. Schweine und 440.000 Rinder (ink. Zerlegung) geschlachtet.

Schlachtzahlen Rheda

Am Standort Rheda hat Tönnies die Zulassung für bis zu 30.000 Schweine am Tag. Saison bedingt liegt die Zahl bei 20.000 bis 25.000.

Standorte weltweit

Die Tönnies Unternehmensgruppe hat weltweit 29 Produktions-Standorte, davon 19 in Deutschland.

Mitarbeiter weltweit

18.734
(davon 9.401 Direktangestellte und 9.333 über Werksvertrag und ANÜ: Quote von 50,2 % Direktangestellte)

Mitarbeiter Deutschland

16.422
(davon 7.089 Direktangestellte und 9.333 über Werksvertrag und ANÜ: Quote von 43,2% Direktangestellte)

Auszubildende

203 Auszubildende in 14 verschiedenen Berufen

Nationalitäten

In der Tönnies Unternehmensgruppe arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 87 Nationen.

Externe Dienstleister

Insgesamt 25 Dienstleister für die gesamte Gruppe.

Arbeitsverträge

Alle Mitarbeiter bei Tönnies in Deutschland haben einen deutschen Arbeitsvertrag mit deutscher Sozialversicherung.

Übernahme externer MA

In den vergangenen 12 Monaten hat Tönnies gut 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine direkte Beschäftigung übernommen.

Durchschnittlicher Lohn

Tönnies hat in der Produktion vier Lohngruppen zwischen 9,50 Euro und 18,00 Euro. Der Durchschnitsslohn beträgt 11,35 Euro.

Mindestlohn

Der Mindestlohn in Deutschland beträt 9,35 Euro. In Rumänien 2,81 Euro, in Polen 3,50 Euro, in Bulgarien 1,87 Euro.

Digitale Zeiterfassung

Die Arbeitszeiten von allen Mitarbeitern werden schriftlich erfasst und dokumentiert. Darüber hinaus wird eine flächendeckende digitale Zeiterfassung an allen deutschen Standorten aktuell eingeführt. Der Vorwurf, dass sich das Unternehmen gegen die digitale Zeiterfassung wehrt, ist falsch. Es gibt jedoch aktuell keine gesetzliche Grundlage, die diese digitale Erfassung verpflichtend einfordert. Weder für die Fleischwirtschaft, noch für andere Industriezweige.

Anzahl an Betriebsräten

162

Anteil Mitarbeiter nach Geschlecht

64 % männlich, 36% weiblich

Audits pro Jahr

101 Audits wurden im Jahr 2019 allein am Standort Rheda-Wiedenbrück durchgeführt.

Lieferanten und Partner am Standort Rheda-Wiedenbrück

Zusätzlich zu den landwirtschaftlichen Partnern setzen 2.200 Lieferanten am Standort Rheda-Wiedenbrück ein Volumen von 209,5 Mio. Euro für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Technik um.

Wohnraum

Unsere Produktionsmitarbeiter am Standort Rheda-Wiedenbrück wohnen in 2.034 verschiedenen Wohnungen. Davon sind 30% Gemeinschaftsunterkünfte (350 Objekte mit 625 Wohneinheiten). Weitere 70% sind privat angemietet (1409 Wohnungen bzw. Häuser).

Landwirte deutschlandweit

In ganz Deutschland arbeit der Konzern mit 12.000 Landwirten zusammen.

Landwirtschaft

Im Durchschnitt betreibt ein Tönnies Partnerbetrieb 1.250 Mastplätze.

Regionale Landwirtschaft

Rund 80% der Schweine für den Standort Rheda-Wiedenbrück stammen aus einem Umkreis von 100km.

Klimaschutz

3,79 % der Treibhaus-Emissionen in Deutschland haben ihren Ursprung in der Tierhaltung, um für uns alle Fleisch, Milch, Butter, Eier und Käse zu erzeugen.

Haltung

Tönnies bietet Fleisch aus allen vier Haltungsformen an. 78 % der Tiere stammen aus konventioneller Haltungsform, 20 % aus Stallhaltung Plus, 0,5 % aus Außenklimaställen und 1,5 % aus Biohaltung.

Betäubungsquote der Tiere

Durch einen dreifachen Sicherheitscheck sind alle Tiere vor der Schlachtung zu 100 % betäubt.

Energie

100 % der deutschen Betriebe sind nach einem Energiemanagementsystem zertifiziert.

Strom

33 % des in Rheda-Wiedenbrück erforderlichen Stroms wird durch vier BHKWs selbst produziert.